Tomaten pikieren – eine Anleitung

Gespeichert von firstlevel am So., 06.11.2016 - 15:49

Tomaten pikieren ist beim Tomatenanbau nichts ungewöhnliches, auch wenn es einige Gärtner gibt, die pikieren nicht so mögen, und einzeln aussäen. Grundlegend ist es Geschmacksache ob man Tomaten pikieren möchte oder nicht, es bietet dennoch ein paar Vorteile und zählt mit zu den wichtigsten Kulturmaßnahmen im Garten.
Der Begriff „pikieren“ kommt ursprünglich aus dem französischen „piquer“ und bedeutet übersetzt so viel wie stechen oder reizen. Entlehnt wurde dieser Begriff aus dem militärischen Bereich und bezeichnet ursprünglich mit einer Lanze (pike) stechen durch den Pikenier. Im heutigen Sprachgebrauch bezeichnet pikieren mehrheitlich das vorsichtige auseinander setzen von keimendem Saatgut bzw. Jungpflanzen. Man pikiert Jungpflanzen damit diese sich nicht gegenseitig Platz, Licht und Nährstoffe entziehen. Darüber hinaus können sich Jungpflanzen-Wurzeln besser entfalten und wachsen, dieses wiederrum ist Grundlage für eine gesunde Tomatenpflanze und später für sich gut ausbildende Tomaten. Durch das Pikieren werden zwar die Wurzeln beim auseinander setzen leicht verletzt, dieses ist gewünscht da es den Wachstum anregt.
Pikieren ist im Gartenbau mit einer der wichtigsten Kulturmaßnahmen und bezeichnet den Vorgang des Vereinzelns vor dem Umtopfen. Zur Anzucht von Tomatenpflanzen ist pikieren nicht zwingend notwendig, da aber das Saatgut relativ klein und fein ist gibt es unterschiedliche Arten Tomaten vorzuziehen.

Variante 1 – Einzelanzucht
Man nutzt Saatplatten, bzw. Anzuchtschalen welche im Verhältnis relativ klein sind und setzt in jeden Pflanzentopf einen Samen. Der Fachhandel bietet hierzu verschiedene Produkte an, bis hin zu Pflanzentöpfen aus Kokosfaser, die an der Bruchkante später auseinander getrennt werden können und in den Boden mit samt Pflanzentopf gesetzt werden können.

Variante 2 – Anzucht mit pikieren
Man nimmt einfach eine Anzuchtschale oder anderes Gefäß, füllt dieses mit Anzuchterde und streut die Tomatensamen / Saatgut hinein. In der Regel geht nicht jedes Samenkorn auf, und man  wartet jetzt einfach ab bis die ersten Tomaten Pflänzchen spriessen. Hierbei kommt das pikieren dann zum Einsatz. Sobald die Tomaten Pflänzchen ein leichtes Wurzelwerk gebildet haben und ca. 3-6cm gross geworden sind, vereinzelt man die Tomaten Pflanzen mit dem Pikier-Verfahren. Jedoch nicht bevor sich das dritte Tomatenblatt ausgebildet hat. Zuvor sind die Tomatenpflanzen noch zu klein und dünn.

 

Pikieren Anleitung – So geht’s

 

[In Arbeit + Fotos]

 

Vorteile vom pikieren

  • Nur gekeimte Tomatenpflanzen werden ausgepflanzt
  • Stärkung des Wurzelwerkes der Tomatenpflanzen

 

 

 

Andere Formen von pikieren

Darüber hinaus existieren weitere Formen von „pikieren“ im Sprachgebrauch

  • Pikieren von Teig (z.B. beim backen)
  • Pikieren von Fleisch
  • Pikieren in der Schneiderei (Umschlag)
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