Mehlmotten (ephestia kuehniella)

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Aussehen

Körperllänge: 10-14 mm
Flügelspannweite: 20-25 mm
Farbe: Vorderflügel: silbrig-grau, dunkle Flecken, gezackte Querlinien bzw. Schuppenbänder,
Raupen: weißlich
Entwicklung (Ei>Raupe): 3-4 Tage
Entwicklung (Raupe>Motte):
Lebzeit: überwiegens nachts
Besonderheit: Larven sind knapp 1-13mm groß, Meh
Vermehrung: 3-4 Generationen pro Jahr

 

Lebensweise / Lebenszyklus

Mehlmotten durchlaufen generell sechs Raupenstadien, nach ihrem ersten Schlupf, der bei einer Durchschnittstemperatur von ca. 30°C bereits nach 96 Stunden (~4 Tagen) erfolgen kann. Die Mehlmotten-Larven sind nach dem ersten Schlupf ca. 1mm groß und wachsen bis zu 13mm an. Nach dem sechsten Stadium verpuppen die Larven sich in der Nähe der Nahrungsquelle. Von einer erst recht grünlichen Färbung, färben sich sie in einen rotbraunen Oberseiten Farbton.
Die geschlüpften Motten-Falter sind recht zeitnah paarungsaktiv. Die weiblichen Mehlmotten können bereits ab der zweiten Nacht, ohne Nahrung, ihre ersten Eier ablegen. Der komplette Entwicklungszyklus dauert im Mittel um die 74 Tage an. Hier sind je nach Bedingungen der Umgebung auch Entwicklungen dabei bis zu 100 Tagen.

Es wird vermutet das die Mehlmotte ursprünglich aus den Bereichen Mittelamerikas stammt, und sich über den Getreidehandel verbreitet hat.

Erwachsene Mehlmotten sind überwiegend nachtaktiv.

 

Schadwirkung

Die Mehlmotten-Raupen ernähren sich vorwiegend von Mehl und benötigen dabei kein Wasser oder andere Nahrungsmittel. Dennoch gehen Mehlmotten auch Getreide, Mehl und verarbeitete Mehlprodukte, Teigwaren als auch getrocknetes Gemüse und Hülsenfrüchte an.

Ist eine Mehlmotte erst einmal zwischen den Lebensmittel, verunreinigt diese in kürzester Zeit den kompletten Vorrats-Bereich und überwindet dabei spielend Verpackung oder ähnliches. Verpackungen werden einfach durchgebissen, und Wege von bis zu 400 Metern sind für diese kleinen Mehlmotten gar keine Probleme. Mehlmotten können sehr schnell einen großen Bereich an Lebensmittel, Nahrungsmitteln und oder Mehl-Vorräten kontaminieren. Mehlmottenlarven produzieren einen ganz feinen Spinnfaden der befallene Waren verkleben lässt und Kondesbildung fördert. Hier entstehen auf sekundärer Basis Milben und Pilze. In Mühlen und Bäckerein kommen Mehlmotten regelmäßig vor und können durchaus auch mal bis zum Endverbraucher gelangen.

Einen sehr großen Radius in dem sie sich bewegen können + schnelle Eiablage und schneller Schlupf – sind für Mehlmotten die Garanten für eine schnelle Verbreitung und dadurch zu einer hohen Schadwirkung.

Einmal verunreinigte, infizierte und oder kontaminiertes Mehl, Nahrungsmittel können gesundheitsgefährdend sein.

 

Mehlmotten bekämpfen

  • Um die Entwicklung zu stoppen wird empfohlen die verdächtigen Lebensmittel bei unter 10°C zu kühlen.
  • Raupen können durch einfrieren oder erhitzen für grösser 20min bei min. 60°C abgetötet werden
  • Schlupfwespen eignen sich sehr gut
  • Pheromonfallen (synthetische Pheromon)
  • Generell wird empfohlen einmal befallene oder verdächtige Lebensmittel zu entsorgen

In privaten Haushalten hat sich der Einsatz von Schlupfwespen und ggf. Pheromonfallen bewährt. Schlupfwespen sind sogenannte Eiparasitoide. D.h. sie legen ihre Eier in den Eier der Mehlmotten ab. Die Schlupfwespenlarven entwickeln sich so in dem Ei der Mehlmotte und schlüpfen dann aus diesem, um neue Eier zu parasitieren. Dieser Kreislauf wiederholt sich, bis die Schlupfwespen keine Nahrung mehr finden = d.h. keine Mehlmotteneier mehr vorhanden sind.

Autor / Redaktion
bl, bp