Katzen Aids – unheilbare Krankheit bei Katzen

Gespeichert von firstlevel am Do., 24.03.2016 - 17:09

Katzen Aids – unheilbare Krankheit bei Katzen

Katzen Aids ist der Katzen Leukose sehr ähnlich, doch wird die Erkrankung durch ein anderes Virus verursacht. Verantwortlich ist das Feline Immundefizienz-Virus, das kurz auch als FIV bezeichnet wird. Die Erkrankung ist äußerst ansteckend und verläuft in aller Regel tödlich. Heilungschancen bestehen bisher nicht, lediglich eine Linderung auftretender Symptome ist möglich. Ebenfalls ist bisher keine Impfung gegen Katzen Aids möglich.

 

Beschreibung von Katzen Aids

Katzen Aids gilt als unheilbare Krankheit der Katzen, die durch das Feline Immundefizienz-Virus ausgelöst wird. Es ist eng verwandt mit dem Humanen Immunschwäche-Virus, kurz HIV, das beim Menschen Aids auslöst. Aus diesem Grund wurde auch die daraus erfolgende Erkrankung mit dem Namen Katzen Aids bezeichnet. 

Die Erkrankung verläuft ähnlich, wie Aids beim Menschen, so dass es zu einer Schwächung des Immunsystems kommt und die Katzen einen allgemein schwachen Zustand erreichen.

 

Symptome und Krankheitsverlauf bei Katzen Aids

Typische Symptome bei Katzen Aids sind in einer allgemeinen Abwehrschwäche zu finden, wodurch andere Krankheiten häufiger und stärker auftreten. Allgemeine Symptome zeigen sich in Form von verringertem Appetit und damit einhergehendem Gewichtsverlust. Auch Fieber und chronische Zahnfleisch-, sowie Maulhöhlenentzündungen treten bei einer Erkrankung an Katzen Aids häufig auf. Darüber hinaus sind chronische Bronchitiden und Lungenentzündungen oft anzutreffen. Hautinfektionen und Abszesse sind weitere Probleme, die durch Katzen Aids begünstigt werden.

Die Erkrankung verläuft langsam, aber stetig. So kann eine infizierte Katze durchaus noch einige Jahre leben, allerdings verschlechtert sich dabei der Allgemeinzustand immer weiter, so dass sich für verantwortungsbewusste Katzenhalter die Frage stellt, ob dieses Leben noch lebenswert ist.

 

Übertragung und Inkubationszeit von Katzen Aids

Die Übertragung von Katzen Aids erfolgt in der Regel durch direkten Kontakt mit infizierten Katzen. Einerhöhtes Risiko besteht für Freigänger. Insbesondere männliche Katzen, die häufig Revierkämpfe austragen und sich dabei gegenseitig beißen, weisen ein erhöhtes Risiko auf. Dieses kann durch eine Kastration in gewissem Maße verringert werden. Weibliche Katzen sind seltener betroffen. Eine Übertragung von der Katze auf den Menschen oder umgekehrt, ist hingegen nicht möglich.

Die Inkubationszeit ist sehr unterschiedlich, von der Infektion bis zum Ausbruch der Erkrankung können mitunter Jahre vergehen. Oft ist eine Katze auch nur Träger des Virus, erkrankt aber selbst nicht. Da sie jedoch eine hohe Ansteckungsgefahr für andere Katzen darstellt, sollte sie von diesen fern gehalten werden.

 

Diagnose und Therapie bei Katzen Aids

Damit Katzen Aids überhaupt behandelt werden kann, muss erst einmal eine eindeutige Diagnose erfolgen. Diese ist in aller Regel über einen recht einfachen Bluttest möglich. Jedoch ist die Therapie mehr auf die Symptome ausgerichtet. Das heißt, es können akut auftretende Erkrankungen behandelt werden, Katzen Aids jedoch kann nicht geheilt werden.

Grundsätzlich müssen infizierte Tiere vom Freigang ausgeschlossen und von anderen Katzen fern gehalten werden. Sie stellen eine enorme Ansteckungsgefahr dar. Allerdings sind die von Katzen Aids betroffenen Tiere oft wahre Fans der Freiheit, so dass ein lebenslanges Einsperren die Lebensqualität der Tiere deutlich beeinträchtigen dürfte.

Sollte die Katze trotz des Eingesperrtseins noch Lebensqualität verspüren, ist es anzuraten, im Rahmen der Behandlung vor allem die auftretenden Sekundärinfektionen mit der Gabe von Antibiotika und anderen Medikamenten zu therapieren. Betroffene Tiere sollten in einem möglichst stressfreien Umfeld gehalten werden. Auch eine medikamentöse Chemotherapie kann in einem solchen Fall angezeigt sein. In den meisten Fällen wird die Katze jedoch so stark in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt, dass das Einschläfern die einzig tiergerechte Alternative ist.

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