Die Katzenseuche – gefährlichste Krankheit für Katzen

Gespeichert von firstlevel am Do., 24.03.2016 - 17:07

Die Katzenseuche ist auch bekannt unter dem Namen Panleukopenie. Sie stellt eine der gefährlichsten Erkrankungen dar, die unsere Stubentiger / Katzen befallen können und ist deshalb mit eine der am meisten gefürchteten Krankheiten bei Katzen. Die Katzenseuche verläuft in vielen Fällen tödlich, nur eine sehr frühzeitige Behandlung kann vor dem Schlimmsten bewahren.

 

Die Katzenseuche im Überblick

Die Katzenseuche wird durch den Parvovirus ausgelöst, der eng verwandt ist mit dem Parvovirose-Virus, der die Katzenseuche beim Hund auslöst. Dieser kleine Virus kann sehr einfach über verschiedene Wege übertragen werden. Vom Parvovirus werden vorwiegend die Darmzellen der Katze, das Knochenmark und das Lymphsystem befallen. Außerdem entsteht ein deutlicher Abbau der weißen Blutkörperchen, der vom Tierarzt mit einer entsprechenden Blutuntersuchung nachgewiesen werden kann. Durch diesen Abbau der weißen Blutkörperchen wird das Immunsystem der Katze insgesamt geschwächt.

 

Symptome und Verlauf der Katzenseuche

Die Katzenseuche zeichnet sich durch heftige, blutige Durchfälle, starkes Erbrechen und hohes Fieber aus. Dieses steigt auf 40 bis 41 Grad Celsius an, danach normalisiert sich die Körpertemperatur wieder, nur um ein paar Tage später erneut und noch heftiger aufzutreten. Oftmals zeigt sich die Katze auch matt und lustlos, sie verweigert in vielen Fällen das Futter.

Durch die heftigen Durchfälle und das Erbrechen ist die Gefahr einer Austrocknung der Katze sehr hoch, weshalb frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden sollten.

 

Übertragung der Katzenseuche

Die Katzenseuche wird von Tier zu Tier übertragen, wobei auch andere Übertragungswege in Frage kommen. Übrigens ist die Übertragung der Katzenseuche von Hund zu Katze und anders herum nicht möglich. Indirekt kann die Erkrankung über Gegenstände übertragen werden, die mit einer infizierten Katze in Berührung gekommen sind.

Dabei ist die Gefahr auch für rein in der Wohnung gehaltene Katzen enorm. Denn das Parvovirus hält sich oft über Monate hinweg und ist äußerst resistent gegenüber Umwelteinflüssen, wie Fäulnis oder Kälte. Insbesondere in geschlossenen Räumen kann sich das Virus extrem lange halten und so auch noch nach Monaten eine andere Katze infizieren.

 

Inkubationszeit und Therapie bei der Katzenseuche

Die Inkubationszeit liegt bei etwa zwei bis zehn Tagen. Danach erst werden die ersten Symptome bei der Katze sichtbar. Allerdings können Katzenhalter viel tun, um eine Behandlung so früh wie möglich in Angriff zu nehmen. So hilft eine ständige und sehr genaue Beobachtung der Katzen, Änderungen im Verhalten schnell und effektiv erkennen zu können.

Generell gilt, dass die Katzenseuche besonders häufig junge Tiere unter zwei Jahren betrifft. Diese, sowie Katzenwelpen und abgemagerte Katzen, sowie Katzen, deren Immunsystem aufgrund anderer Erkrankungen bereits geschwächt ist, erliegen der Katzenseuche sehr häufig. Bei älteren und gut genährten Tieren, deren Immunsystem stark ist, kann die Katzenseuche bei frühzeitiger Behandlung hingegen recht gut ausheilen.

Die Therapie erfolgt zunächst mit einer Dauertropfinfusion. Sie wird mit Traubenzucker und einer Salzlösung angereichert. Ziel ist es, zunächst den Flüssigkeitsverlust durch Erbrechen und Durchfall wieder auszugleichen und das Immunsystem zu stärken. Nach einigen Tagen kann die Infusion in der Regel auch vom Katzenhalter mit einer Pipette eingeflößt werden.

Sind die Durchfälle der Katze sehr stark ausgeprägt, kommt es häufig auch zu einem starken Eiweißverlust. In diesem Fall muss eine Blutübertragung stattfinden. Hinzu kommt die Gabe von Antibiotika, um weitere Erkrankungen zu vermeiden, die das Immunsystem nur zusätzlich schwächen würden.

Die Heilungsaussichten bei der Katzenseuche hängen von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend ist aber, in welchem Stadium der Erkrankung die Therapie begonnen wurde. Je früher die Therapie beginnt, desto größer sind die Chancen auf Heilung. Ebenfalls von Bedeutung für die Heilungsaussichten sind übrigens das Alter der Tiere und deren allgemeiner Gesundheitszustand.

 

Prophylaxe bei Katzenseuche

Um die kleinen Katzenkinder von Anfang an effektiv vor der Katzenseuche zu schützen, ist eine Schutzimpfung unverzichtbar. Sie erfolgt erstmals im Alter von acht bis neun Wochen und muss nach etwa einem Monat wiederholt werden. Anschließend sollte der Impfschutz jährlich aufgefrischt werden, um die Katze dauerhaft vor der Katzenseuche zu schützen.

Geimpft werden sollten dabei alle Katzen, unabhängig davon, ob sie in der Wohnung gehalten werden oder Freigänger sind. Denn es kann zu einer Erkrankung bereits im Mutterleib kommen. Außerdem ist die Impfung der einzig wirksame Schutz. Einzig Katzen, die die Katzenseuche bereits einmal überstanden haben, gelten in Fachkreisen auch für die Zukunft als immun. 

Tags / Thema